Satzung

§ 1 Name und Sitz
Der Verein führt den Namen „Gilde Soziale Arbeit e.V.“
Er führt die Tradition der 1925 gegründeten, nicht eingetragen „Gilde Soziale Arbeit“ fort.
Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hamburg einzutragen.
Sitz der Gilde ist Hamburg.
Der Sitz der Geschäftsführung ist der Wohnort des jeweiligen Geschäftsführers / der jeweiligen Geschäftsführerin.
In der Gilde Soziale Arbeit e.V. arbeiten Frauen und Männer aus der Praxis, Lehre und Wissenschaft zusammen, die sich der sozialen Arbeit verpflichtet wissen.

§2 Zweck des Vereins
Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugendhilfe und sozialen Arbeit sowie die Sammlung und Verbreitung von Erkenntnissen über fortschrittliche, zeitgemäße Wege und Formen der sozialen Arbeit. Zu diesem Zweck werden Vorträgeorganisiert, Tagungen durchgeführt und Publikationen herausgegeben. Der Verein kann im Rahmen dieser Satzung auch weitere Aufgaben übernehmen, die im mittelbaren oder unmittelbaren Zusammenhang mit dem vorgeschriebenen Zweck des Vereins stehen.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Abgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Der Verein ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Er verfolgt keine Standes- oder Verbandsinteressen.

§3 Mitgliedschaft
Mitglied kann jede und jeder werden, die / der bereit ist, sich aktiv an der Arbeit des Vereins zu beteiligen oder die vom Verein verfolgten Zwecke auf andere Weise zufördern. Mitglieder können nur natürliche Personen werden.
Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an das Gildeamt (§7) zu richten, das über die Aufnahme entscheidet. Mit dem Aufnahmeantrag erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins an.
Die Mitglieder haben die auf der Mitgliederversammlung festgesetzten Beitrag jährlich bis zu 30.Juni zu entrichten. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt oder Ausschluss. Durch Erlöschen der Mitgliedschaft entstehen keine Forderungen gegen das Vereinsvermögen.
Der Austritt ist nur durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Gildeamt zum Ende eines Kalenderjahres möglich.Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet das Gildeamt (§ 7) mit der Mehrheit von 2/3 der Mitglieder. Der Ausschluss ist aus wichtigem Grunde zulässig. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn dem Mitglied die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt sind, wenn das Mitglied sich vereinsschädigend verhalten hat oder es mit seinem Jahresbeitrag trotz Mahnung in Rückstand ist.
Gegen den Ausschluss kann Widerspruch bei der Mitgliederversammlung erhoben werden.

§4 Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§5 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind
1. die Mitgliederversammlung
2. das Gildeamt
3. die Sprecherin /der Sprecher des Gildeamtes und die Stellvertreterin /der Stellvertreter des Gildeamtes

§6 Mitgliederversammlung
Alljährlich findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt, zu der alle Mitglieder vom Gildeamt unter der Angabe der Tagesordnung schriftlich mit einer Frist von vier Wochen einzuladen sind.

Den Vorsitz der Mitgliederversammlung führt der Sprecher /die Sprecherin des Gildeamtes, bei seiner / ihrer Verhinderung ein anderes Mitglied des Gildeamtes. Jedes Mitglied hat eine Stimme, die es nur persönlich abgeben kann.
Der Mitgliederversammlung obliegen insbesondere

1. Entgegennahme des Rechenschaftsbericht des Gildeamtes und des Berichtes der Kassenprüfung,
2. Entlastung des Gildeamtes
3. Wahl der Mitglieder des Gildeamtes
4. Wahl von zwei Kassenprüferinnen /-prüfern, die dem Gildeamt nicht angehören dürfen,
5. Satzungsänderungen,
6. die Festsetzung der Höhe des Mitgliedbeitrages,
7. Entscheidung über die eingereichten Anträge
8. Auflösung des Vereins.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss vom Gildeamt einberufen werden, wenn mindestens 33% der Mitglieder dieses schriftlich mit Angabe des Grundes beantragen. Das Gildeamt kann darüber hinaus beim Vorliegen eines wichtigen Grundes die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschließen.
Die Entscheidungen der Mitgliederversammlung werde mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder getroffen, soweit nicht Satzungsänderungen ( §11) zu beschließen sind. Über die Mitgliederversammlung und deren Beschlüsse ist ein Protokoll anzufertigen, das von der Vorsitzenden /dem Vorsitzenden der Mitgliederverssammlung und der Protokollführerin /dem Protokollführer unterschrieben ist.

§7 Das Gildeamt
Es besteht aus mindestens 7, höchstens 9 Mitgliedern, außerdem gehört die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer, die/der die laufenden Geschäfte des Vereins führt, zum Gildeamt.
Weitere Mitglieder des Gildeamtes ist:
Eine Vertreterin/ein Vertreter des Alten – Treffen gemäß § 10 der Satzung.
Das Gildeamt beruft den Redakteur/die Redakteurin des Gilde Rundbriefes, der/die angemessen an den Gildeamtssitzungen beteiligt wird.
Die Mitglieder des Gildeamtes werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt. Die Geschäftsführerin / der Geschäftsführer wird in getrenntem Wahlgang von der Mitgliederversammlung gewählt. Auf Antrag eines Mitgliedes kann eine geheime Abstimmung erfolgen. Alle Gildeamtsmitglieder bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Eine Sitzung des Gildeamtes ist bei Bedarf durch die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer im Einvernehmen mit dem Sprecher/der Sprecherin des Gildeamtes, im Verhinderungsfall durch ein anderes Gildeamtsmitglied einzuberufen. Die Einladung hat in der Regel acht Tage vorher schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung zu erfolgen. In Ausnahmefällen genügt eine Frist von mindestens zwei Tagen bei telefonischer Bekanntgabe. Das Gildeamt ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Die Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit getroffen, soweit die Satzung nichts anders besagt. Bei Stimmgleichheit gibt die Stimme der Sprecherin/des Sprechers (§8) des Gildeamtes den Ausschlag.
Über jede Sitzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von der Sprecherin/dem Sprecher des Gildeamtes und der Geschäftführerin/dem Geschäftsführer zu unterzeichnen ist. Die Mitglieder des Gildeamtes sind ehrenamtlich tätig.

§8 Sprecher/Sprecherin des Gildeamtes
Das Gildeamt wählt aus seiner Mitte den Sprecher/die Sprecherin des Gildeamtes und seine(n) Stellvertreter/in für 3 Jahre.
Der Sprecher/die Sprecherin des Gildeamtes und der Stellvertreter/die Stellvertreterin ist Vorstand gemäß § 26 BGB. Beide sind einzeln vertretungsberechtigt. Der Sprecher/die Sprecherin des Gildeamtes, im Verhinderungsfall sein/e Stellvertreter/in, leiten die Mitgliederversammlung und die Sitzungen des Gildeamtes.

§9 Regionale Kreise
Der Verein kann regionale Kreise bilden, die jedoch nicht Organe des Vereins sind. Regionale Kreise tragen dazu bei, die Ziele der Gilde zu verwirklichen. Sie benennt dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin eine Ansprechpartner/Ansprechpartnerin.

§10 Arbeitsausschüsse/Arbeitskreise
Die Mitgliederversammlung kann zur Erfüllung bestimmter Aufgaben Arbeitsausschüsse/Arbeitskreise bilden und hierzu auch Nichtmitglieder hinzuziehen. Sie kann ständige Arbeitkreise bilden insbesondere das Alten – Treffen.

§11 Satzungsänderungen
Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden. Satzungsänderungen sind nur zulässig, wenn ein entsprechender Antrag mit der Tagesordnung bekannt gegeben worden ist.

§12 Auflösung des Vereins
Die Auflösung des Vereins kann nur von einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden.
Im Fall der Auflösung des Vereins oder seiner Aufhebung oder beim Wegfall seines bisherigen Zweckes ist das Vermögen dem „Archiv der deutschen Jugendbewegung“, Burg Ludwigstein, Witzenhausen, zu übertragen.
Bielefeld, den 12.Mai 1994
zuletzt geändert:
Bielefeld, den 14.Mai 1999