Eckart Peter Günther

Eckart Peter Günther, 2017

Dipl.-Soz.Arb. (FH), Psychoanalytischer Soz.Arb.
1936 in Berlin männlich geb. und männlich geblieben. Seit 1962 in 1. Ehe verheiratet, 3 Kinder, 5 Enkelkinder.
Ausbildung 1959/1961 zum Jugendwohlfahrtspfleger, Ev. Wohlfahrtsschule Ludwigsburg. Berufstätigkeit 1962 bis 1998 in Hamburg – stets im Jugendamt (ASD). Die ersten 18 Jahre war ich in einer sich selbst verwaltenden Gruppe Jugendfürsorger (für männliche Jugendliche), die dem Jugendamtsleiter unmittelbar unterstellt gewesen war: Vollauf funktionsfähig ohne irgendeine hierarchische Abteilungs- oder Gruppenleitung. Die zweiten 18 Jahre bin ich in einer Abteilung gewesen, deren Leitung mit unserer Zustimmung ihre „hierarchischen Funktionen“ auf uns verteilt und so die von der Verwaltung geforderte Hierarchie ad absurdum geführt hat: Das sind also 36 Jahre lang innerhalb der Hamburger Verwaltung Demokratie pur gewesen!
Um eine „normale Lebenseinstellung“ zu pflegen, habe ich viele Tätigkeiten außerhalb des Berufs wahrgenommen. Z.B. bin ich Ausbildungsleiter Segel- und Motorsegelflug der Akademischen Fliegergruppe der Technischen Universität Hamburg-Harburg gewesen.
Zu Weihnachten 1943 schenkten mir Großmutter und Tante zu meiner Modelleisenbahn einen Eisenbahnwagen zur Personenbeförderung. An der Kupplung erkannte ich, daß er zu meiner Eisenbahn zuhause passen werde. Die Erwachsenen stellten das infrage und machten zweifelnde Minen. Ich kann mich an mein Gefühl darüber erinnern: „Sie tun nur so, das meinen sie nicht wirklich.“ Seitdem versuche ich, zwischen aufgesetztem, erlerntem Verhalten und dem ursprünglichen des Einzelnen zu unterscheiden (später las ich bei Goethe: Man merkt die Absicht und ist verstimmt.)
Ich bin in den 60er Jahren zur Gilde gekommen, hatte zwei Bürgen (Gerd Petersen, Jürgen von Melle) und war aufgenommen worden, dann aber nur passives Mitglied, weil ein Mitgliedsbeitrag für uns finanziell nicht leistbar gewesen ist. Nach intensiver Werbung Marie-Luise Caspars Mitte der 90er Jahre bin ich in der Gilde aktiv. Von 2000 bis 2015 war ich „Chef“redakteur (weil der einzige) des gilde rundbriefs – anfänglich mit vorzüglicher Unterstützung Walter Thoruns.
Jetzt mache ich in der Gilde und privat dies und das.